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Verwendung von Ratings durch Anleger neu geregelt

Auf EU-Ebene[1] wurde eine Richtlinie zur Beaufsichtigung von (R√ľck-) Versicherungsunternehmen und Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung sowie von Verwaltungs- oder Investmentgesellschaft neu gefasst, um die Verwendung von Ratings durch die Anleger neu zu regeln.

Die BaFin hat zur praktischen Umsetzung der Richtlinie ‚ÄěHinweise zur Verwendung externer Ratings und zur Durchf√ľhrung eigener Kreditrisikobewertungen‚Äú durch die betreffenden Einrichtungen ver√∂ffentlicht. Dadurch werden die bisher im Rundschreiben 4/2011 (VA)[2] angef√ľhrten Verwendungsm√∂glichkeiten von Ratings modifiziert. Demnach d√ľrfen die Unternehmen f√ľr aufsichtsrechtliche Zwecke weiterhin nur Ratings von Ratingagenturen verwenden, die in der EU gem√§√ü der EU-Ratingverordnung registriert bzw. zertifiziert sind.

Die genannten Einrichtungen m√ľssen k√ľnftig zus√§tzlich eigene Kreditrisikobewertungen vornehmen und d√ľrfen sich bei der Bewertung der Bonit√§t eines Unternehmens oder eines Finanzinstruments nicht mehr ausschlie√ülich auf Ratings st√ľtzen. Dies setzt voraus, dass die Anleger unter Ber√ľcksichtigung des Charakters der jeweiligen Anlage √ľber die hierf√ľr notwendigen personellen und fachlichen Voraussetzungen verf√ľgen.

Die bisherigen Regelungen gelten damit als aufgehoben.

Die zuständigen nationalen Aufsichtsbehörden sollen

-¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† die Angemessenheit der Verfahren der Einrichtungen f√ľr die Bonit√§tsbewertung √ľberwachen,

-          die Verwendung von Ratings, die von Ratingagenturen abgegeben worden sind, bewerten

-¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† und ggfs. die Auswirkungen solcher Bezugnahmen auf Ratings anregen, um dem ausschlie√ülichen und automatischen R√ľckgriff auf derartige Ratings entgegenzuwirken.



[1] RICHTLINIE 2013/14/EU DES EUROP√ĄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 21. Mai 2013

[2] Rundschreiben 4/2011 (VA) Abschnitt B.2.3.c.ii und B.3.1.c sowie der am 30. März 2012 auf der Homepage der BaFin veröffentlichten Verlautbarung

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